Ob Kiosk, Concept Store oder Fachgeschäft: Der Erfolg steht und fällt mit Standort und Marge. Ihr Businessplan rechnet beides durch, bevor Sie den Mietvertrag unterschreiben.
Im stationären Einzelhandel entscheidet der Standort über alles: Frequenz, Mietbelastung, Kaufkraft im Viertel. Ihr Businessplan kalkuliert Sortiment und Margen, setzt die Miete ins Verhältnis zum erwartbaren Umsatz und zeigt Bank oder Amt, dass Sie Ihre Zahlen kennen.
| Typische Gründungskosten | Ersteinrichtung und Warenerstausstattung: 15.000 bis 80.000 € |
| Wichtigste Kennzahlen | Handelsspanne je Warengruppe, Flächenproduktivität, Mietquote (unter 10%) |
| Häufige Förderwege | Mikrokredit, Gründungszuschuss, Einstiegsgeld, Hausbank |
| Formales | Gewerbeanmeldung; Tabak/Alkohol/Lotto brauchen eigene Erlaubnisse |
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Ob Kiosk, Späti, Concept Store oder Fachgeschäft: Im stationären Einzelhandel entscheiden Standort und Marge über den Erfolg. So rechnet Ihr Businessplan beides durch, bevor Sie den Mietvertrag unterschreiben.
Kein anderer Faktor bestimmt den Erfolg eines Ladens so stark wie der Standort. Passantenfrequenz, Kaufkraft im Viertel, Sichtbarkeit, Parkplätze und die Konkurrenz in Laufweite entscheiden über Ihren Umsatz, oft mehr als das Sortiment selbst. Ein zu teurer Standort ruiniert die Kalkulation, ein zu abgelegener bringt keine Frequenz.
Deshalb sollten Sie den Mietvertrag erst unterschreiben, wenn die Zahlen stehen. Ihr Businessplan setzt die Miete ins Verhältnis zum erwartbaren Umsatz und recherchiert die Wettbewerbssituation an Ihrem konkreten Standort.
Im Einzelhandel verdienen Sie an der Differenz zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis, der Handelsspanne. Die fällt je Warengruppe sehr unterschiedlich aus, und genau darin liegt der Schlüssel: Beim Kiosk bringen Tabak und Presse kaum Marge, während Getränke, Snacks und Zusatzservices wie Paketshop oder Lotto deutlich mehr abwerfen.
Ein guter Plan kalkuliert nicht mit einer pauschalen Durchschnittsmarge, sondern mit dem konkreten Sortiment-Mix. Unser Finanzplan rechnet Ihre Warengruppen einzeln durch, damit Sie wissen, womit Sie tatsächlich Geld verdienen.
Gerade im Kiosk- und Einzelhandel ist die Übernahme eines bestehenden Geschäfts oft der klügere Weg: Sie kaufen eine eingeführte Lage, bestehende Stammkundschaft und laufende Umsätze mit, statt bei null anzufangen. Dafür fallen Kaufpreis oder Ablöse an, deren Höhe sich am tatsächlichen Ertrag des Geschäfts messen lassen muss.
Geben Sie im Formular an, ob Sie neu eröffnen oder übernehmen. Bei der Übernahme behandelt der Plan Kaufpreis, Ablöse und die Bewertung des bestehenden Geschäfts.
Die Gewerbeanmeldung ist Pflicht. Je nach Sortiment kommen eigene Erlaubnisse hinzu: Der Verkauf von Tabak, Alkohol oder Lotto ist erlaubnispflichtig, bei Lebensmitteln gelten Hygienevorschriften. Für die Finanzierung stehen Mikrokredit, Gründungszuschuss, Einstiegsgeld und die Hausbank offen. Ihr Businessplan benennt die für Ihr Sortiment relevanten Punkte und ist die Grundlage jeder Förderung.
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